Zu einer Stunde der Besinnung lud die Fachschaft Musik der Herderschule Gießen am Mittwoch, dem 17.12.2025, in die Mensa ein. Etwa 250 Besucher lauschten der musikalischen Darbietung der Schülerschaft und des Kollegiums auf dem diesjährigen Adventskonzert.
Den Auftakt bildeten die fulminanten Klänge des Orchesters „HerderTöne“ unter der Leitung von Alexander Römer, das das Publikum mit einem Medley aus Weihnachtsliedern aus aller Welt begrüßte. Dabei stachen vor allem die Streicher- und Bläsersoli hervor. In ihren Eingangsworten hob Musiklehrerin Katharina Seiler den Charakter des Konzertes hervor. Es solle einen Moment der Pause bieten in oft „anstrengenden letzten Wochen“ vor Weihnachten, in denen das Motto zwar oft Besinnung laute, während die „mentale Liste“ mit endlosen Aufgaben immer länger werde. Danach übernahmen mit Anton, Antonia und Lisa drei Mitglieder der SV die Moderation und führten gekonnt durch das Programm. Als jüngste Solistin des Abends präsentierte Elisabeth Rejditsch aus der 7. Klasse das bekannte Weihnachtslied „Jingle Bells“ am Klavier. Daran schloss sich der Chor der 5. Klassen an, der mit 120 Schülerinnen und Schülern unter Leitung von Katharina Buchert das Lied „Silber und Gold“ von Rolf Zuchowski vorsang. Dem folgte der gelungene Auftritt von Sophia Janeschik mit „Idea 10“ am Klavier. Für Stimmung sorgten die HerderJuniorVoices, die den beliebten Evergreen „Christmas Everyone“ unter Leitung von Herrn Klinke zum Besten gaben. Gänsemomente bescherten die HerderVoices, ein Chor von älteren Schülerinnen, dem Publikum mit ihrer sehr emotionalen Interpretation des Liedes „Mary, did you know“. Sanfte Melancholie erfüllte den Konzertraum, als die bekannte Titelmelodie aus dem Film „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ von Malte Steinmetz-Bonzelius am Klavier erklang. Mit einem Liedvortrag aus dem Musical „Die Päpstin“ stellte anschließend die Neuntklässlerin Blanka Vadasz ihr Gesangstalent unter Beweis. Einen besonderen Stellenwert hatte das Vorspiel des Klavierstückes „Celui qui sait“. Hier tat sich Malte Steinmetz-Bonzelius nicht nur als Pianist hervor. Es handelte sich dabei auch um eine Eigenkomposition des Schülers und die Uraufführung seines Werks. Der Elftklässler hatte damit eine besondere Situation in seinem Leben verarbeitet und sechs Wochen für die Komposition gebraucht. Darauf folgte der Lehrerchor, der „Carols oft the Bells“ a capella vortrug. Die Rock-AG spielte das Lied „Slow, love, slow“ von Nightwish aus dem Jahr 2011. Hier brillierte Dimitrij Zyryanov an der Solo-E-Gitarre.
Den Abschluss bildete nach den Dankesworten von Katharina Buchert und Stefan Tross, dem Schulleiter der Herderschule, an alle Mitwirkenden ein Kanon von allen Musikern, wobei auch das Publikum eingebunden wurde. So erklang dreistimmig „Dona nobis pacem“ und führte am Ende noch einmal zu einem sehr berührenden Moment, indem die Gemeinschaft und Verbundenheit untereinander hörbar und erlebbar wurde.
(STC)









