Reisebericht – mit Erasmus+ in Spanien

SONNTAG

Vom 06. – 12. März durften wir mit dem „Era+ Integrated Learning Challenges“ Erasmus+ Projekt von das IES Camarles in Spanien besuchen. Dabei trafen kleine Gruppen von vier bis sechs Schülern und Schülerinnen sowie deren Lehrer und Lehrerinnen in Katalonien zusammen. An unserem Erasmusprojekt nehmen die Länder Bulgarien, Slowakei, Rumänien, Griechenland sowie auch Spanien und Deutschland teil.
Am Sonntag den 6. März 2022 startete unsere Reise nach Spanien. Gemeinsam sind wir morgens mit dem Zug nach Frankfurt zum Flughafen gefahren. Wir vier Schülerinnen Stella, Trang, Ellen und Lilli wurden begleitet von Frau Baum und Herr Penaloza. Der knapp zweistündige Flug um halb zwei verlief ruhig und problemlos und wir sind voller Vorfreude in Barcelona gelandet. Mit einem Bus traten wir dann die circa zweistündige Fahrt zum Ort namens L’Ampolla  an, an dem wir die Woche vebringen durften. Unser Hotel befand sich am nördlichen Rand vom Delta de l’Ebre, über den wir in den folgenden Tagen noch einiges lernen durften. Die spanischen Lehrer haben uns freundlicherweise vom Bus abgeholt, sodass wir gegen circa 20 Uhr endlich im Hotel angekommen sind. Es hat zwar leider geregnet und war ungemütlich kalt, aber wir waren alle trotzdem total glücklich in Spanien zu sein und haben den Ausblick vom Hotel direkt aufs Meer genossen. Das Abendessen im Hotelrestaurant hat dann extrem gut getan, weil wir von der langen Reise total hungrig waren. Neben einer großen Portion Paella, gab es für uns frischen Fisch sowie Pasta. Währenddessen sind nach und nach auch die letzten Gruppen der anderen Länder im Hotel angekommen. Zum Abschluss des Tages wollten wir dann die Gegend noch ein wenig erkunden und hatten einen schönen abendlichen Spaziergang an der Promenade von L’Ampolla.

MONTAG

Montag, der erste richtige Tag unserer Ankunft begann um 7:30 Uhr mit dem Frühstück. Um 8:30 wurden wir dann von einem Bus zum Institut de Camarles, unserer Partnerschule in Spanien.
Nach einer relativen kurzen Fahrtzeit, stiegen wir aus dem Bus und das erste was wir sahen waren die bunt bemalten Schulmauern. Im Gebäude wurden wir von der organisierenden Lehrerin Olga und ein paar Schülern, sowie liebevoll gestalteten Willkommensplakaten begrüßt. Zuerst wurden wir in die Bibliothek geführt wo wir offiziell von der Schulleiterin und Olga begrüßt wurden. Alle besuchenden Länder übergaben ihre Geschenke und wir bekamen ein Gastgeschenk von Spanien bestehend aus einem Sportbeutel sowie einem Halstuch, einer Mappe und einem kleinen Block. Auch die spanischen Schüler beteiligten sich indem sie in kleinen Gruppen Präsentationen über die Schule, die drei Städte aus denen die meisten Schüler kommen und über das Ebro Delta, dem Naturschutzgebiet welches wir besuchen werden, hielten. Kurz wurde nochmal die Einteilung der Workshops besprochen und dann bekamen wir eine Führung durch die Schule. Besonders auffallend waren die hinteren Wände der Klassenräume, welche bunt bemalt waren.
Am Montag gab es folgende Workshops zur Auswahl: Water waste plant, Water analysis, Singing, Dances, Digital posters, Traditional games and 3D printing. Jeder musste drei Workshops belegen. Ich ging als erstes zum Workshop water waste plant indem man lernte wie man dreckiges Wasser filtert. Bei water analysis musste man verschiedene Wasserproben analysieren. Jede der drei Workshop Gruppen bekam eine andere Wasserprobe und die Ergebnisse würden am Ende der Woche presentiert werden. Den letzten Workshop den ich besuchte war Dances bei welchem wir einen Gruppentanz lernten. In einem anderen, welchen ich nicht besuchte, Singing, wurde ein Song vertont den Schüler zuvor geschrieben hatten. (https://youtu.be/ORIn1hOmQ4Q)
Nachdem das Programm in der Schule beendet war, fuhren wir mit dem Bus nach Tortosa. Unser Lunch aßen wir trotz grauem Himmels in einem schönen Park wo in einem Gebäude Figuren für ein Fest von bis zu 4m und 80kg ausgestellt waren, welche von einzelnen Personen getragen werden. Dann liefen wir gemeinsam durch die Stadt bis hin zu einer Burg mit einer wundervollen Aussicht. Nach einem Gruppenfoto hatten wir dann noch Zeit die Stadt selbstständig zu erkunden oder zu shoppen. Dann fuhren wir gemeinsam zurück ins Hotel.

DIENSTAG

Mit einem entspannten Frühstück starteten wir in den zweiten Tag. Der Bus holte uns um 10 Uhr vor dem  ab, wo uns bereits ein paar spanische Schüler erwarteten, die uns über den Tag begleiteten. Nach einer einstündigen Busfahrt kamen wir in unserem Ziel Mon Natura Delta an. Mon Natura befindet sich auf einer Halbinsel, welche über 2000 Jahre durch den Fluss Ebro gebildet wurde. Schon aus dem Bus beobachteten wir die besondere Landschaft, geprägt von Reisfeldern sowie von Schilf umgebenen Lagunen. Das Zentrum Mon Natura besteht aus drei Elementen: Salzherstellung, traditionelles Fischen und dem Vögel Beobachten, welche uns von einem erfahrenden Tourenführer näher erklärt wurde. Zu Beginn bekamen wir einen Überblick über die verschiedenen Abläufe von der Konzentrierung des Salzwassers bis hin zum anschließenden Trocknen und Kristallieren. Da man die Verdunstung des Wassers leider nur im Sommer beobachten kann, bekamen wir die Möglichkeit Salz vom Vorjahr aus den Wasserbecken zu probieren. Besonders interessant war die Herstellung von dem delikaten „Fleur De Sel“.  Anschließend bekamen wir einen Einblick in die traditionelle Art im Delta de l’Ebre zu fischen, beginnend mit einer kleinen Demonstration des Guides über die richtige Art ein Fischernetz auszuwerfen. Daraufhin folgte das Highlight des Tages: Wir durften selber auf den kleinen Fischerbooten, den sogenannten Perxar, entlag der kleinen Kanäle fahren. Es fühlte sich toll an, mit der wärmenden Sonne im Gesicht über das stille Wasser zugleiten und bloß die Natur zu genießen. Überraschenderweise waren dort sogar Flamingos zu finden, die wir durch Ferngläser beobachteten. Bevor uns am Ende unserer Tour wieder der Bus abholte kauften wir uns noch einige Souveniers wie lokalen Salz oder Reis als kleine Mitbringsel für Zuhause. Müde und hungrig vom vielen Heumlaufen, gab es beim nächsten Stopp „Casa de Fusta“ erstmal Mittagessen inklusive Mittagschläfchen in der Sonne. Nach kurzem besteigen eines Aussichtsturms, fuhr der Bus uns über eine enge hoplprige Straße weiter zum Strand. Währenddessen beobachteten wie die glänzendend Lagunen und das Meer, welches uns nun von beiden Seiten umschloss. Wir liefen der Meeresbriese entgegen, schossen tolle Bilder und fielen anschließen wieder erschöpft in unsere Bussitze. Zurück in L’Ampolla trafen wir uns gemeinsam in unserem Lieblingrestaurant „Lo Tipic“. Dieses beglückte uns schon gleich mit deren Gruß aus der Küche, bestehend aus Aioli, Romesco Sauce, Oliven sowie Brot. Als Hauptspeise war für jeden etwas dabei von Fisch über Meeresfrüchte zu einem leckeren vegetarischen Quinoasalat.

MITTWOCH

Der Mittwoch startete ein wenig früher mit Frühstück um acht Uhr, damit wir pünktlich um neun in der Schule ankamen. Dort führten uns die Spanischen Schüler durch den Tag. Aufgeteilt auf transnationale Gruppen nahmen wir an weiteren Workshops teil. Manche erstellten eine „Grüne Stadt“ über ein Computerprogramm, andere trafen sich auf dem Schulhof und bekamen traditionelle spanische Spiele beigebracht. Außerdem wurden in anderen Workshops Statistiken über den Wasserverbrauch erstellt oder ein digitales Poster über Wasser designt. Die Spanischen Schüler waren alle sehr offen neue Kontakte zu knüpfen, sodass die Zusammenarbeit nicht schwer fiehl. Gegen elf Uhr läuteten die Schulklingeln, es war Zeit für eine Pause und uns Erasmus Schüler erwartete bereits ein Buffet mit süßen Stückchen und Pizza. Besonders gut hat uns gefallen, wie wir in die Pausenbeschäftigung der Spanier integriert wurden, so spielten wie gemeinsam Volleyball ohne Regeln einfach nur zum Spaß. Als nächstes hatten wir die Aufgabe bekommen unsere Abschlusspäsentationen für Freitag fertigzustellen. Unser Schultag endete mit dem digitalen Besuch der Abwasseranlage in l’Ampolla. Leider durften wir nicht, wie eigentlich geplant, diese vor Ort besichtigen, sondern nur per Videokonferenz über eine anschauliche Animation die Abwasseranlage erkunden. Am Strand in l’Ampolla verspeißten wir mit Ausblick auf das Meer unser belegtes Baguette und stärkten uns somit schonmal auf die anstehende Wanderung. Geführt von der spanischen Organisatorin liefen wir einige Stunden über huppelige kleine Wanderwege entlag des Wassers. Geprägt war diese Wanderung von atemberaubenden Blicken auf kristallklares Wasser, schimmernden roten Felsen und wunderschönen mediterranen Pflanzen. Während wir die Klippen hoch unter runter liefen, führten wir spannenden Gespräche mit den Schülern anderer Länder und lauschten, tanzten und sagen zur spanischer Musik. Durch das fantastische Wetter und die gute Laune fühlte es sich wie im Urlaubsparadies an.


DONNERSTAG

Am Donnerstag ging es schon um ungefähr 7:30 los, da die Fahrt nach Tarragona etwas länger dauert. Dort angekommen begaben wir uns zu dem Ort wo uns eine Miniaturversion von Tarragona zur Zeit der Römer gezeigt wurde und wir in unsere Führungsgruppen unterteilt wurden. Die Führung begann an der alten römischen Mauer und endete beim Amphittheater direkt am Meer. Auf unserem Weg bestaunten wir eine alte Kirche aus dem Mittelalter und konnten nachvollziehen wo früher die Pferdewagenrennen stattgefunden hatten. Wir bekamen viele historische und interessante Fakten und Hintergrund Informationen erzählt. Nachdem die Tour zuende war aßen wir gemeinsam in einem Park direkt am Amphittheater und absolvierten ein kleines Kahoot welches die spanischen Schüler erstellt hatten. Deutschland schaffte es auf Platz 3. Nach einem Gruppenfoto bekamen wir den Rest des Tages Freizeit in der wir die Stadt erkunden oder shoppen konnten.

FREITAG

Der Tag begann um 7:30 mit dem Frühstück und um 8:30 fuhren wir los zur Schule in Calmares. Einige Gruppen aus anderen Ländern mussten schon an diesem morgen ihre Taschen packen weil sie noch an diesem Tag abreisten. In der Schule fanden wir uns wieder in unseren Gruppen zusammen um unsere Präsentationen vorzubereiten. Zwischendurch machten wir eine Pause in der wir Pizzastückchen und Kuchen sowie Kekse verzehrten. Danach versammelten wir uns alle in der kleinen Sporthalle, um unsere Präsentationen von allen Sachen die wir gemacht und Orte die wir besucht hatten zu halten. Dann begaben wir uns in eine andere, größere Sporthalle. Nach dem Auftritt einer ehemaligen Schülerin und des Trommelorchesters der Schule übergaben uns die drei Bürgermeister der Städte nach einer Ansprache unsere Urkunden. Zuletzt fuhren wir mit den Bussen zu unserem Hotel, wo ein drei gängiges Menu als Abschiedsessen auf uns wartete.

SAMSTAG

Am Samstag den 12. März hat unsere Reise nach sechs Tagen dann leider ein Ende genommen. Nachdem alle anderen Gruppen bereits am frühen Morgen oder sogar am Tag zuvor abgereist waren, sind wir für unser letztes Frühstück als einzige Gruppe alleine im Hotel geblieben. Da unser Flug von Barcelona zurück nach Frankfurt erst gegen 17 Uhr war, konnten wir noch einen sehr entspannten letzten Vormittag in Spanien genießen, bevor wir mit dem Bus zum Flughafen gefahren sind. Durch das angenehme sonnige Wetter war der Abschluss besonders schön, aus dem selben Grund aber auch umso schwerer.
Wir hatten in der Woche unglaublich viele tolle neue Begegnungen. Neben den Schülern und Schülerinnen der verschiedenen Länder, waren auch vorallem die Spanier sehr freundlich und haben uns herzlich aufgenommen. Wir haben viele tolle Orte besichtigen dürfen und dabei einiges gelernt. Es war eine unvergessliche Erfahrung, für die wir alle sehr dankbar sind.

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