Herderschüler zeigen Herz für die Ukraine

Seit dem Aktionstag für die Ukraine im März werden an der Herderschule wieder fleißig Päckchen gepackt. Durch die von zwei Zwölftklässlern, Silvan Becker und Abid Hossain, initiierte Aktion konnten bereits über 160 Pakete an die Hilfsorganisation GAiN in Gießen weitergeleitet werden.  Wurden anfangs nur Hygieneartikel gesammelt, werden jetzt auch Lebensmittel wie Haferflocken, Knäckebrot, Kräutersalz usw. dringend für die vom Krieg geschädigten Menschen in der Ukraine benötigt. Die Idee dazu bekam Abid durch einen Spendenaufruf aus dem Radio. Daraufhin wollte er diese Idee an seiner eigenen Schule nach dem Vorbild von „Weihnachten im Schuhkarton“ umsetzen. Nach wie vor werden die Päckchen in der Schule gesammelt und jeden Freitag von den beiden Schülern zu GAiN gebracht, deren Mitarbeiter sie wiederum in die Ukraine weitertransportieren.

Manche Ethik- und Religionskursen haben es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam ein Paket zu packen. „Damit können wir unsere Anteilnahme zum Ausdruck bringen und die Menschen in dieser schweren Situation unterstützen“, begründet Charlotte aus dem Jahrgang 11 ihr soziales Engagement.

Allegra aus der 6. Klasse schreibt dazu:

„In unseren letzten Religionsstunden haben wir sehr viel über den Krieg in der Ukraine geredet. Dies hat auch zu unserem Thema gepasst, Kain und Abel. Wir haben die Lebensmittel für die Aktion mit in die Schule gebracht und den Karton mit vielen Herzen in den Farben der ukrainischen Flagge verziert. Auf die Innenseite des Kartons haben wir ein Bild von der Gießener Friedensaktion, wo wir mitgemacht haben, geklebt. Auf diesem Foto bildet die ganze Herderschule Gießen die ukrainische Flagge. Wir sind sehr froh, dass wir einer ukrainischen Familie helfen konnten. Uns tun vor allem die Kinder sehr leid, viele von ihnen haben geliebte Menschen verloren und manche hatten vielleicht nicht einmal die Chance diese Menschen kennenzulernen. Wir beten jeden Tag dafür, dass dieser furchtbare Krieg endlich aufhört und die geflüchteten Menschen, die wahrscheinlich nie wieder so leben können wie vor diesem schrecklichen Krieg, in ihre Heimat zurückkehren und in Ruhe Abschied von verlorenen Menschen nehmen können.“

Lotta, ebenfalls eine Sechstklässlerin, ergänzt: „Unserer Religionslehrerin Frau Stoy war es wichtig, uns zu zeigen, dass wir alle ganz leicht und mit wenig Aufwand einen positiven Beitrag leisten können. Die Lebensmittel wurden mit der Packliste und einer großen Portion ‚Hoffnung und Liebe‘ im Paket verstaut.“

Auf die Frage, warum er sich an der Hilfsaktion beteilige, sagt Ninib aus der 7. Klasse: „Ich finde es superwichtig, anderen Menschen zu helfen, jetzt nicht nur in der Ukraine, wo gerade mein Fokus liegt, sondern auch in allgemein ärmeren Ländern. Ohne ein soziales Miteinander wären wir jetzt nicht hier, wo wir sind!“

Seine Mitschülerin Nela ergänzt: „Ich will den Menschen, die gerade unter dem Krieg leiden, helfen, ihnen zeigen, dass wir für sie da sind und ihnen zeigen, dass wir nicht einfach nur den Krieg in den Medien verfolgen und dabei nur an die Konsequenzen für uns denken. Durch diese Aktion wollen wir deutlich machen, dass wir uns nicht um die Industrie und Wirtschaft, sondern um die Menschen in der Ukraine sorgen!“

Hut ab vor so viel Hilfsbereitschaft!

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