White Horse Theatre London begeistert Herderschüler

„Mega geil“, „toll“, „das hat Spaß gemacht“ hörte man Schülerinnen und Schüler der Herderschule nach den 2 Aufführungen des englischsprachigen Theaters White Horse Theatre sagen, das am Schuljahresende an der Herderschule gastierte. Mit „ A Slug in the Shoe“ (Nacktschnecke im Schuh)sorgten die vier Schauspieler Alice Corrigan, Lucy Green, Martin Lomas und Craig Wake für beste Unterhaltung. Das Stück ist eine Komödie darüber, wie 13-jährige Mädchen und Jungen sich wahrnehmen, welche Schwierigkeiten auftreten können, wenn alleinerziehende Eltern eine neue Beziehung eingehen wollen. Luke und Megan sind Nachbarn und Schulkameraden, sprechen aber nicht miteinander bis zu dem Augenblick, als sie entsetzt feststellen, dass Lukes Vater sich in Megans Mutter verliebt hat und die beiden sich öfters treffen. Der Gedanke, sie könnten Geschwister werden, erfüllt sie mit Entsetzen und so schmieden sie allerlei Pläne, um das zu verhindern. So gelingt es ihnen jedes noch so romantische Rendevous ihrer Eltern zu stören. Sogar eine Schnecke im Schuh spielt dabei eine wichtige Rolle. Schließlich müssen sie aber zugeben, dass die Aussicht, eine Familie zu werden, sie doch begeistert.

Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe verfolgten mit großem Interesse die 2. Aufführung „Promised Land“. Es wird die Geschichte von Ravi und seiner Mutter erzählt, denen die Flucht aus dem zerstörten Syrien nach England gelingt. Die Erfahrungen, die er als junger Flüchtling macht, vor allem, als sie in eine Wohnung in der Gough Street einziehen, verdeutlichen den Zuschauern die Schwierigkeiten, mit denen Flüchtlinge in einer ihnen fremden Umgebung konfrontiert sind. Ravi hat zwar die Sprache schnell gelernt, allerdings wird er von der Jugendgang dieser Straße nicht akzeptiert. Die ungerechten Anschuldigungen, die Pöbeleien, denen Ravi ausgesetzt ist, stimmen nachdenklich und wecken Sympathie für sein Schicksal. Schließlich werden er, Fiz und Snoz Freunde, während Jaz, der Anführer, vergeblich versucht, Ravi weiterhin zu diskriminieren.

Im Anschluss an die Aufführungen gab es Gelegenheit zum Fragen stellen und so erfuhr das Publikum einiges über das Leben der Schauspieler, ihre Begeisterung fürs Theaterspielen, ihre Hobbys. Lauten Beifall gab es, als sich herausstellte, dass sie Fans von Borussia Dortmund sind und sie es sehr bedauern, dass Großbritannien sich für den Brexit entschieden hat. Auch Selfies wurden gemacht und Autogramme geschrieben. Inge Reich, Organisatorin dieses Theatervormittages freute sich über die Begeisterung der Schulgemeinde und setzte den Termin für die nächsten Shows fest: Im Juni 2017 heißt es dann wieder Bühne frei für das White Horse Theatre London.

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