Töpfern, spontanes Farbgeschmiere und kulinarische Köstlichkeiten: Herderschüler nahmen bereits zum 6. Mal am Spanienaustausch teil

Unmittelbar vor den Osterferien nahmen 18 Schülerinnen und Schüler der Herderschule unter der Leitung ihrer Spanischlehrer Veronica López und Alberto Peñaloza am einwöchigen Spanienaustausch mit La Bisbal teil. Zum 6. Mal fand in diesem Jahr der Schüleraustausch mit La Bisbal d’Empordà, einer kleinen Stadt im Herzen der Costa Brava, statt. Die Herderschüler besuchten während ihres Aufenthaltes einige kulturelle Sehenswürdigkeiten. So nahmen sie an einer Stadtführung der Gaststadt teil, welche insbesondere für ihre Töpferkunst bekannt ist. In deren Rahmen durften sich die Jugendlichen auch mal selbst an der Töpferdrehscheibe ausprobieren und dabei fanden sie heraus, dass das Töpfern eine filigrane Arbeit mit viel Gefühl ist, die einfacher aussieht als sie ist. „Das Besondere am Schüleraustausch ist, dass die Schüler die Menschen und das Land unmittelbar kennenlernen.

Diese Erfahrung bleibt ein Leben lang und kann auf diese Art weder von Lehrwerken noch von uns Lehrern so intensiv vermittelt werden.“, sagt der Spanischlehrer Alberto Peñaloza. Darüber hinaus veranstalteten die spanischen Gastgeber am Samstagabend eine „Fiesta“, um die Gießener Schule willkommen zu heißen. Dazu brachten die Gasteltern allerlei katalanischen Köstlichkeiten mit, so wie das traditionelle Brot mit geriebenen Tomaten und Olivenöl. Generell stellten die deutschen Schüler erstaunt fest, dass die Spanier sehr viel essen am Tag: Zwei Mal am Tag wird warm gegessen und die letzte warme Mahlzeit nehmen sie gegen zehn halb elf nachts ein, während sie in Deutschland um diese Uhrzeit unlängst schlafen.

Ferner besuchten die Herderschüler die nahegelegene Großstadt Barcelona und das Dalí-Museum in Figueres, was für alle ein „Highlight“ war. Einerseits Barcelona, die internationale Großstadt mit Strand und beeindruckenden Bauten des Künstlers Gaudí, und andererseits das Dalí-Museum, welches mit den künstlerischen Meisterwerken des bekanntesten surrealistischen Künstlers beeindruckte. Gerade die Einzigartigkeit und die Geschichte hinter den aussagekräftigen Gemälden Dalís setzten die Schüler in Staunen. So waren die Schüler über die Spontanität und den Witz hinter einigen Bildern überrascht, beispielsweise erzählte der Museumsführer, dass Dalí ein sehr kritischer Künstler, aber auch Spaßvogel gewesen sei und dass, als das Museum hergerichtet wurde eine Borde im Innenteil des Museums blau angemalt werden sollte, der Hilfsarbeiter jedoch mit der Leiter ausrutschte und so ein nach unten verlaufender Farbklecks auf der Wand entstanden sei. Dalí sei von dem spontan entstandenen Farbgeschmiere so fasziniert gewesen, dass er anordnete die ganze Borde so zu gestalten. „Neben der spanischen Mentalität erfahren die Schüler einen unmittelbaren Zugang zur Kultur des Landes. Sie lernen mit dem Besuch des Dalí-Museums nicht nur einen wichtigen Vertreter der künstlerischen Epoche des Surrealismus‘ kennen, sondern auch dessen Geburtsort und Geschichte.“ sagt die Spanischlehrerin und Kulturkoordinatorin Veronica Lopez. Am meisten waren die Gießener Schüler über die Herzlichkeit ihrer Gastfamilien gerührt „Sie haben mich wie eine Tochter behandelt und ich fühlte mich von Beginn an herzlich aufgenommen. Die anfänglichen Sprachbarrieren lösten sich im Handumdrehen auf und ich freue mich bereits jetzt schon auf den Gegenbesuch meiner Gastschülerin.“ so die Schülerin Polina Lokshyna. Im Mai werden 19 spanische Schüler mit zwei Lehrerinnen zu einem freudig erwarteten Gegenbesuch nach Gießen kommen.

 

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