Tagesfahrt ins Mittelalter

Am 13.03.2015 absolvierte der Geschichtskurs 11 unter der Leitung von Frau Demper und Herr Feuerstein eine „Tagesfahrt ins Mittelalter“. Mit dem modernen Fortbewegungsmittel Zug ging es vom Schulalltag in der Gegenwart direkt in die Vergangenheit zu einem geographisch-historischen Stadtrundgang in Marburg. Er knüpfte an die Unterrichtsreihe „Die Stadt im Mittelalter: Motor der Entwicklung, der Freiheit und des Austausches“ an der Herderschule an. Die Universitätsstadt Marburg besitzt eine 800-jährige Historie, verwinkelte Altstadtstraßen zwischen dem Fluss Lahn und Schloss, universitäres Flair und ein reizvolles Stadtumland. Geschichte, Tourismus und Kultur haben sich in Marburg immer wechselseitig beflügelt. Das war bereits im 13. Jahrhundert so, als der „Deutsche Ritterorden“ die erste gotische Hallenkirche auf deutschem Boden baute. Die Elisabethkirche wurde zum Ziel für Pilgerströme – eine frühe Form des Stadttourismus.

Exemplarisch erkundeten die Herderschüler die Altstadt von Marburg, um naturräumliche Voraussetzungen für Siedlungs- und Nutzungsaktivitäten der Bewohner zu ergründen. Hierbei machten sich die Lernenden mit der Methodik der Kartenarbeit (Stadtplan) und im Medienverbund mit Fotos und Darstellungstexten vertraut. Sie nahmen geographische Raumphänomene wahr und ordneten diese in historische Themenbereiche ein. Hierzu leiteten 6 Arbeitsaufträge (A-F) an:

A: Mittelalterliche Stadt als Schutzeinrichtung

B: Mittelalterliche Stadt als Versorgungs- und Verwaltungsort

C: Burgstadt als Macht- und Wirtschaftsstandort

D: Mittelalterliche Stadt als Ort der Glaubensausübung

E: Mittelalterliche Stadt als Ursprung der modernen Universitäten

F: Mittelalterliche Stadt: Bauweise (Stile) und Nachbarschaften in der Stadt

Dabei hatten die Schüler die Möglichkeit, das Stadtgebiet auf eigene Faust zu erkunden, wobei der Stadtplan als Präsentationsmedium und Arbeitsprodukt diente.

Es schloss sich eine Diskussion über die Möglichkeiten der Menschen in der mittelalterlichen Stadt und in der feudalen Grundherrschaft auf dem Land an. Diese verknüpfte verschiedene Lebensräume und bot Vergleichspunkte zum aktuellen Lebensumfeld der Lernenden im Jahr 2015. Zurück am Gießener Bahnhof waren sich die Schülerinnen und Schüler am Ende der „Tagesreise ins Mittelalter“ einig, dass das erarbeitet Fach- und Methodenwissen durch den Unterricht vor Ort erlebbarer und besser begreifbar gemacht werden konnte.

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