Darstellendes Spiel

Tische und Stühle werden zur Seite geräumt, Musik erklingt, Schüler bewegen sich auf unterschiedliche Art und Weise durch den Raum. Eine für den allgemeinen Schulalltag ungewöhliche Stunde beginnt. Willkommen beim Darstellenden Spiel!

Das Fach „Darstellendes Spiel (DS)“ an der Herderschule hat sich zur Aufgabe gemacht, das Theaterspielen als in der Stundentafel integriertes Fach anzubieten und damit den traditionellen Fächerkanon zu erweitern.

Als Teil der musisch-ästhetischen Ausbildung versteht sich DS neben den Fächern Musik und Kunst als ein erweitertes Angebot, sich die Welt primär über die spielerische Darstellung anzueignen.

Das Einnehmen von Rollen, die Erprobung eigener Darstellungsformen und damit die Selbsterfahrung betreffen zunehmend mehr Lebensbereiche. Das Fach Darstellendes Spiel fördert in besonderem Maße die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler. Durch gruppendynamische Prozesse wird der Einzelne in seinem Selbstbewusstsein gestärkt. Das Erfahren anderer Lebenswelten fordert  Empathiefähigkeit und Sensibilisierung.

Übersicht der DS-Angebote

 Angebote im Fach „Darstellendes Spiel“ an der Herderschule
 Jahrgangsstufe:  Angebot:
Klasse 5/6/7  Theater-AG in Kooperation mit dem Stadttheater Gießen
 Klasse 8+9 (G8) / 9+10 (G9) Wahlunterricht Darstellendes Spiel
 E-Phase  Einwahlkurs Darstellendes Spiel
Q-Phase  Grundkurs Darstellendes Spiel mit der Option Abitur abzulegen

 

Darüber hinaus fördert DS aufgrund des Projektcharakters ein erhebliches Maß an Sozialkompetenz, da die Schüler erfahren, dass ein Theaterstück nur als Gruppe funktionieren kann. Die gemeinsame Erarbeitung einer eigenen Aufführung vor Publikum schweißt die Gruppe zusammen und fördert einen toleranten Blick auf die Welt.

Die Möglichkeit, Theater zu spielen, erhalten die Schüler an der Herderschule bereits ab der Jahrgangsstufe fünf. Durch eine enge Kooperation mit dem Stadttheater Gießen werden interessierte Kinder von professionellen Theaterschauspielern in Form einer Theater-AG unterrichtet. Am Ende jeden Schuljahres steht dann eine kleine Aufführung.

Ab der Jahrgangsstufe acht können die Herderschüler DS als Wahlpflichtfach wählen und auch in der neunten Klasse fortsetzen.

In der Oberstufe kann DS als ein Fach aus dem musisch-ästhetischen Bereich belegt und bis zum Abitur fortgeführt werden. Die Möglichkeit, im Fach DS Abitur abzulegen, bietet die Herderschule im Jahr 2015 erstmals an.

Ansprechpartner/Fachsprecher:

Veronica Lopez (lop@herderschule-giessen.de)

Philippe Mund (mun@herderschule-giessen.de)

Ziel eines jeden DS-Unterrichts ist es, eine eigene Inszenierung zu entwickeln. Informationen zu den bisherigen Aufführungen und Exkursionen finden Sie hier:

DS-Kurse nahmen an den „Mittelhessischen Schultheatertagen 2017“ teil - Die Darstellendes Spiel-Kurse von verschiedenen Schulen versammeln sich in der Waggonhalle in Marburg, um sich ihre Arbeiten  zu  präsentieren  und  sich  auszutauschen  -  das  ist  das  Konzept  der  „Mittelhessischen Theatertage“.  Unser  DS-Kurs  der  12.  Jahrgangsstufe  der  Herderschule  sowie  ein  Kurs  der Jahrgangstufe  11,  beide  unter  der  Leitung  von  Frau  López-Jansen,  waren  ebenfalls  Teil  dieses Projekts. Dort angekommen hatten wir um 10 Uhr zunächst ein 45 minütiges Aufwärmprogramm, geleitet  von  Thomas  Schwellenbach.  Während  dieser  Zeit  sollten  wir  uns  auf  unseren  Körper  und unsere Wahrnehmung fokussieren. Anschließend präsentierte jede Gruppe ihre vier Standbilder, die im Vorfeld von den Kursen für das Projekt entwickelt wurden. Danach ging es auch schon über in das erste Stück der Waldorfschule Marburg unter der Leitung von Nina Merzenich. Die Schülerinnen und Schüler der 8. und 12. Klasse an der Waldorfschule sind jedes Jahr dazu verpflichtet ein großes Stück zusammen  aufzuführen.  Uns  zeigten  sie  Ausschnitte  aus  dem  Stück  „Verbrennungen“  von  Wajdi Mouawad. Das Stück behandelt Themen wie Gewalt, Verlust, Tod, Krieg, Selbstfindung, Liebe und Freundschaft.  Leider  war  es  nicht  möglich  das  zwei  Meter  große  selbstgebaute  Bühnenbild mitzubringen,  jedoch  wurde  es  uns  in  einem  kleinen  Modell  vorgestellt.  Die  aus  sechs Bausteinelementen bestehende Kulisse kann für die Szenen beliebig zusammengestellt ...
Toleranzwelten in der Herderschule - „Jeder ist anders“, „Augen auf!" und „Farbe bekennen“ lauteten nur einige der vierzehn Szenen, welche Schülerinnen und Schüler der Herderschule zum Thema „Toleranzwelten“ entwickelten. Nach dem Erfolg im letzten Jahr, als zu dem Titel „Gefühlswelten“ gearbeitet wurde, ging die Reihe „Kultur im Container“ nun in die zweite Runde. Die Theater-AG der Jahrgangsstufe 5 und die Darstellendes-Spiel-Kurse der Stufen 7 bis 12 entwickelten zum Stichwort „Toleranz“ kurze Szenen und präsentierten diese am Freitagabend einem großen Publikum. So beschäftigte sich die Theater-AG mit der aktuellen Asylproblematik und rief durch die Darstellung des individuellen Schicksals von Aischa zum Abbau von Vorurteilen auf. Mit kontrastreicher musikalischer Unterstützung wurde dem Publikum somit ein gesellschaftlicher Spiegel vorgehalten. Eine andere Gruppe von Schülern der Klasse 10 nahm sich sehr mutig dem Thema "sexuelle Orientierung" an. Die Botschaft der selbst entwickelten Szene mit dem vielversprechenden Titel "50 Shades of Love" war: Egal wen oder was wir lieben, Hauptsache unsere Liebe ist echt. Einen stilistisch ganz anderen Ansatz wählten die Schüler der Jahrgangsstufe 12, welche mit einer ausdrucksstarken Choreografie tänzerisch den Kampf zwischen Krieg und Frieden zeigten. Die 200 Zuschauer waren begeistert von den völlig verschiedenen Ansätzen zu einem Thema zu arbeiten. Unter Leitung der DS-Lehrer der Herderschule entstand ...
White Horse Theatre London begeistert Herderschüler - „Mega geil“, „toll“, „das hat Spaß gemacht“ hörte man Schülerinnen und Schüler der Herderschule nach den 2 Aufführungen des englischsprachigen Theaters White Horse Theatre sagen, das am Schuljahresende an der Herderschule gastierte. Mit „ A Slug in the Shoe“ (Nacktschnecke im Schuh)sorgten die vier Schauspieler Alice Corrigan, Lucy Green, Martin Lomas und Craig Wake für beste Unterhaltung. Das Stück ist eine Komödie darüber, wie 13-jährige Mädchen und Jungen sich wahrnehmen, welche Schwierigkeiten auftreten können, wenn alleinerziehende Eltern eine neue Beziehung eingehen wollen. Luke und Megan sind Nachbarn und Schulkameraden, sprechen aber nicht miteinander bis zu dem Augenblick, als sie entsetzt feststellen, dass Lukes Vater sich in Megans Mutter verliebt hat und die beiden sich öfters treffen. Der Gedanke, sie könnten Geschwister werden, erfüllt sie mit Entsetzen und so schmieden sie allerlei Pläne, um das zu verhindern. So gelingt es ihnen jedes noch so romantische Rendevous ihrer Eltern zu stören. Sogar eine Schnecke im Schuh spielt dabei eine wichtige Rolle. Schließlich müssen sie aber zugeben, dass die Aussicht, eine Familie zu werden, sie doch begeistert. Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe verfolgten mit großem Interesse die 2. Aufführung „Promised Land“. Es wird die Geschichte von Ravi und seiner Mutter ...
Gefühlschaos in der Herderschule - Stühle der Gefühle, List, Tücke & Du und Es fing mit einem Fahrrad an waren nur einige Titel der fünfzehn Szenen, welche die Darstellendes-Spiel Kurse der Herderschule zum Thema „Gefühlswelten" entwickelten und einem interessierten Publikum präsentierten. Unter dem Motto „Kultur im Container" zeigten am Freitag, den 17.Juni, ca. 80 Schüler ihre ganz eigenen Interpretationen der Gefühlswelten. Dazu bewiesen vier unterschiedliche DS-Oberstufenkurse unter der Leitung von Veronica Lopez, Philippe Mund und Johannes Merz, dass an der Herderschule das Fach Darstellendes Spiel Schüler fördert, kreativ mit Raum, Körper und Sprache zu arbeiten. So interpretierten beispielsweise bei der Szene Ohne Dich die DS-Schüler von Frau Lopez der Jahrgangsstufe 11 das entsprechende Lied von Selig, indem sie mittels des Overheadprojektors das Gesungene abstrakt darstellten. Dabei wurde u.a. mit Wasser, Sand, Schnüren und den Schatten der Schüler eine eigene Welt an die Wand projiziert, die zwei Schülerinnen mit ihrem Gesang einfühlsam untermalten. In Choclate-Desaster unter der Leitung von Herr Mund ging es um die Gefühle von Schokoriegeln, ein Thema, über das sich bis dahin wohl kaum jemand Gedanken gemacht haben dürfte. So wurde die ewige Feindschaft zwischen Raider und Twix ebenso herausgearbeitet wie die Liebe zwischen Duplo und Kinderriegel, allerdings mit dramatischem Ausgang. Einen anderen ...
„Geisterkomödie“ feiert Premiere am 07.11.2015 - "Es ist November in Gießen, und das bedeutet: Eine neue Produktion der „Herderspieler“ steht an. Die Theatergruppe aus Ehemaligen der Gießener Herderschule bringt in diesem Jahr die „Geisterkomödie“ des britischen Schriftstellers Noel Coward auf die Bühne. Bereits 1945 wurde das Stück von David Lean erfolgreich verfilmt. Wie auch im Vorjahr hatte die Laiengruppe prominente Unterstützung: Die Hamburger TV- und Theaterschauspielerin Maike Bollow reiste für ein Wochenende an die Lahn, um die jungen Theatermacher bei ihren Proben zu unterstützen. Bereits 2014 hatte Maike Bollow die Gruppe bei den Proben zur Beziehungskomödie „Sei lieb zu meiner Frau“ unterstützt. Sie hatte in dem Stück selber an der Seite von Hugo-Egon Balder eine der Hauptrollen gespielt. Bei einem Wochenendworkshop coachte sie die jungen Theaterfreunde. Den Kontakt hatte „Herderspieler“-Gründerin Daniela Fleischhauer hergestellt. DARUM GEHT‘S Die „Geisterkomödie“ handelt von dem Schriftsteller Charles, dessen Frau Elvira vor sieben Jahren gestorben ist. Seit fünf Jahren ist er nun glücklich mit Ruth verheiratet. Als er sich im Zuge seiner Recherchen für einen neuen Roman die wundersame Madame Arcati und das befreundete Ehepaar Bradman ins Haus einlädt, um gemeinsam eine spiritistische Sitzung abzuhalten, erscheint ihm Elvira als Geist. Termine Premiere am Samstag, 7. November, um 19.30 Uhr in der Mensa ...
Herderschüler überzeugen mit eigener Inszenierung des Stückes „Die Physiker“ - Sind wir in der Lage, mit wissenschaftlichen Erkenntnissen verantwortungsvoll umzugehen? Dient die Wissenschaft dem Individuum oder trägt sie letztendlich nur zur Zerstörung der Menschheit bei? Kann Wissen zum Schutz der Menschen zurückgenommen werden? Mit diesen aktuellen Fragen beschäftigten sich 21 Herderschüler des Kurses Darstellendes Spiel (DS) der Jahrgangsstufe 12 unter der Leitung von Kathrin Cunz-Baumann. Grundlage dieser Auseinandersetzung lieferte die Tragikomödie „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt. Im Mittelpunkt des Stückes stehen drei Physiker, die sich als Geisteskranke ausgeben und daher in einer Irrenanstalt untergebracht sind. Im Laufe der Handlung erfährt der Zuschauer, dass einer von ihnen, Möbius, die sogenannte Weltformel entdeckt hat, welche in den falschen Händen zur Vernichtung der Menschheit führt. Durch seine vorgespielte Verrücktheit macht er sich unglaubwürdig und versucht somit, sein Wissen geheim zu halten. Allerdings sind die beiden anderen Physiker in Wirklichkeit Agenten, die Möbius´ Kenntnisse für ihre jeweiligen Interessen nutzen möchten. Um ihre Identität nicht auffliegen zu lassen, sind alle drei gezwungen, einen Mord an einer Krankenschwester zu begehen, was zu polizeilichen Ermittlungen führt. Möbius kann schließlich beide Kollegen davon überzeugen, zum Schutz der Menschheit in der Irrenanstalt zu bleiben und so das Wissen sicher verwahrt zu lassen. Es scheint, als wäre ein gutes Ende ...
Alors on danse! Französisches Theater an der Herderschule - Die Mensa der Herderschule war am 16. März 2015 voll besetzt mit 100 Schülerinnen und Schülern aus dem ersten Lernjahr Französisch. Zu den Herderschülern kamen mehrere Kurse aus der benachbarten Ricarda-Huch-Schule zur Aufführung „L’anniversaire de Madame Rose“, einer Produktion des „Théâtre Anima“ aus Berlin. Die französische Schauspielerin Muriel Camus, die seit 35 Jahren in Deutschland lebt, hat das Ein-Frau-Stück selbst geschrieben. Rund um Gedichte von Jacques Prévert, bekannte französische Kinderlieder und Abzählreime rankt sich die Geschichte von Rose, die sich auf den Besuch ihrer Geburtstagsgäste vorbereitet, wobei allerlei lustige Missgeschicke passieren und Geschichten erzählt werden. Die jungen Zuschauer waren eingeladen, spielerisch ihre Französischkenntnisse einzubringen und zu erweitern, mit der Protagonistin auf französisch zu zählen und zu singen. Höhepunkt der knapp einstündigen Aufführung war ein gemeinsamer Tanz zum internationalen Hit „Alors on danse“ des Belgiers Stromae, bei dem nebenbei in ausgelassener Stimmung die französischen Bezeichnungen für die Körperteile erlernt werden konnten. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, Fragen an Madame Camus zu richten, was die Schülerinnen und Schüler rege in Anspruch nahmen. So erfuhren sie Interessantes über das zweisprachige Leben als Französin in Deutschland, über die Genese des Stückes und den Berufsalltag einer Schauspielerin.
Wenn Schüler zu Wölfen werden - Kennst du deine Mitmenschen? Zu was bist du fähig? Und wirst auch du zum Wolf? Mit diesen Fragen wurden die Zuschauer des Theaterstücks „Homo homini lupus! Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf“  in der Herderschule konfrontiert. Plötzlich und scheinbar ohne Grund befindet sich eine Gruppe von Schülern eingesperrt im Klassenraum. Die Charaktere sind vielseitig, der Choleriker Finn und der Angeber Kevin spiegeln die alltägliche Heterogenität einer ganz normalen Klassen ebenso wider wie das Mobbingopfer August und die stille Jana. Gemeinsam müssen sie sich der neuen Situation stellen. Schnell zeigt sich, dass die Schüler überfordert sind. Erste Gräben zwischen privilegierten und unprivilegierten Schülern tun sich auf und die wenigen Starken herrschen über die vielen Schwachen. Die Methoden werden immer grausamer, bis schließlich eine Schülerin getötet wird. Es bleibt unklar, wer der Mörder ist – waren es vielleicht alle? Unter dem Druck des Mordes bricht die Koalition der Starken zusammen, bis sich schließlich alle gegen den ehemaligen Anführer Finn (Robert Schmidt) richten, auf ihn einprügeln und dabei gar nicht merken, dass die Tür in die Freiheit wieder geöffnet ist. Unterbrochen wird die dramatische Entwicklung durch abstrakte Wolfsszenen, in denen die Schüler verstört und marionettengleich durch den Zuschauerraum wandeln und zunehmend selbst ...
Homo Homini Lupus! - Kennst du deine Mitmenschen? Zu was bist du fähig? Und wirst auch du zum Wolf? Unfreiwillig und unerwartet eingesperrt in der Schule, eine Gruppe von Schülern – so vielfältig wie das Leben. Finn, der selbstbewusste Choleriker, Kevin, der Frauenschwarm, Lukas, der Aufmüpfige – und dazwischen ein ahnungsloser Kommissar, der versucht, die Situation zu rekonstruieren und dabei selbst an die Abgründe der menschlichen Seele gerät. Inspiriert durch eine immer schnellere  und häufig als egoistisch erlebte Wirklichkeit entwickelte der Grundkurs „Darstellendes Spiel“ der Jahrgangsstufe 13 das Stück „Homo Homini Lupus“. Unter dem Motto „Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf“ soll das Verhalten von Menschen in Extremsituationen beschrieben werden. Wie wird sich die Gruppe von Schülern verhalten und wird es einen Ausweg geben? Finde es heraus – am Freitag, den 6. Februar, um 19 Uhr im Infobereich der Herderschule.
Bunte Straßenkunst sorgte für Staunen - Am vergangenem Donnerstag Nachmittag haben die Passanten, die im Seltersweg unterwegs waren, nicht schlecht gestaunt. 16 Darstellendes Spiel- Schüler der Herderschule haben unter der Spieleitung von Fr. López bunte Straßenkunst zum Besten gegeben. So konnte man fünf verschiedene Stationen an Kleinkunst bewundern: Zwei Damen, die wie ein Harlekin bemalt waren und gemeinsam durch einen Bilderrahmen unterschiedliche Emotionen darstellten. Zwei andere Schülerinnen, als elegante Schwäne in schwarz und weiß jeweils verkleidet, positionierten sich auf gegenüberliegende Seiten der Straße und spiegelten ihre großen Bewegungen zueinander. Ein energisches spanisches „Olé!“ oder „Buenas tardes!“ wurden den Passanten von zwei Flamencotänzerinnen in pompösen traditionellen andalusischen Flamencokleidern verkleidet zugerufen. Während sich mancher Fußgänger erschreckte, riefen andere ein kräftiges „Ole!“ zurück oder ließen sich mit den Darstellerinnen stolz fotografieren. An einem großen Blumenkübel sah man eine Elfe, die eine Blume (kostümierte Schülerin) goss und welche immer weiter wuchs bis sie schließlich verwelkte. Hier blieben vor allem die Kinder stehen, die fasziniert von der Verkleidung und den Bewegungen dem Gedeihen der Blume zuschauten. Auf dem Kreuzplatz befanden sich vier maskierte Schüler mit Pferdeköpfen, die für die „Unabhängigkeit der Nudel!“ nonverbal vermeintlich demonstrierten. Sie hielten Plakate hoch, verteilten Flyer und fanden sich immer wieder zu einer kleinen skurrilen Choreographie ...