Streit in Phasen

Schon im Flur merkt man, welche Art von Projekt auf einen zukommt, da man durch die Glasscheibe,  welche einem einen kleinen Einblick in das Geschehen gibt, sieht, wie sich vier Personen unterhalten, zwei ruhig und aufmerksam und zwei eher unruhig. Wenn man dann den Raum betritt, sieht man direkt, dass es sich nur um ein Projekt handeln kann, in dem man lernen soll, wie man einen Streit lösen kann. Mein Interesse an dem, was dort vor sich geht, ist sofort geweckt. Während sich die vier Personen weiter unterhalten, wobei man immer mehr verstehen kann, worum es bei diesem Gespräch überhaupt geht, frage ich den Projektleiter, ob ich denn nicht ein Interview mit einem der Schüler führen könnte. Dieser sagt, dass erst in fünf Minuten Zeit dazu sei. Nach besagten fünf Minuten habe ich ein Interview mit ein paar Schülern geführt, eines davon seht ihr jetzt:

Interviewer: Hallo Noah, was ist die wichtigste Lektion, welche du in diesem Projekt „Richtig zoffen“ bis jetzt gelernt hast?

Projektteilnehmer (Noah): Hallo, die wichtigste Lektion war das aktive Zuhören, da man so das Vertrauen der Streitparteien gewinnt, was dazu führt, dass sie dir ihre Probleme mit dem jeweils anderen erzählen.

Interviewer: Würdest du sagen, dass das aktive Zuhören das wichtigste ist, was man in diesem Projekt lernt?

Noah: Das aktive Zuhören ist mit das Wichtigste, natürlich ist es auch wichtig, Vertrauen zu wecken durch die ersten drei Phasen, also durch Vorstellen, durch Zusammenfassen was passiert, durch Gefühlswiedergabe.

Interviewer: Du hast Phasen angesprochen, könntest du diese nochmal genauer erläutern?

Noah: Also, Phase eins ist sich vorstellen und fragen, wie die anderen heißen. Phase zwei ist fragen, was passiert ist, die Streitparteien fragen, wer anfangen möchte zu erzählen. Dann folgt die Wiedergabe des Gesagten, anschließend die Gefühlswiedergabe, was bedeutet, dass man die Gefühle der Streitparteien hinterfragt. Phase drei besteht darin, dass man den Hintergrund des Streits versucht herauszufinden.

Interviewer: Was wäre deine erste Reaktion, wenn du zwei Leute siehst, welche sich streiten?

Noah: Wenn sie schon aneinander gehen, würde ich sie auseinanderbringen, ihnen sagen, dass ich Streitschlichter bin und sie fragen, ob sie das klären wollen, wenn ja, würde ich die drei Phasen durcharbeiten.

Interviewer: Vielen Dank, das war Noah von dem Projekt „Richtig zoffen“.

Wie man hier sehr gut erkennen kann, lernen die Streitschlichter von „Richtig zoffen“ das auf Vertrauen beruhende Lösen eines Konflikts. Diese Techniken kann man auch sehr gut auf den eigenen Alltag übertragen. Diese Art der Streitschlichtung ist nicht nur geeignet für Kinder, sondern ebenso gut für Erwachsene.

 

Miguel Alberto Notari Gutierrez, 7d

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