Kunstexkursion Q1 Kunst GK Frau Kersken

 

Am 21.11.2014 besuchten  wir mit unserem Kunstgrundkurs die Ausstellung „Die große Illusion“ im Liebighaus in Frankfurt am Main, da wir über eine der dort ausgestellten Skulpturen unsere erste Klausur geschrieben hatten.

Die Ausstellung begann mit zwei antiken Statuen, beide stellten Menschen dar, jedoch schon sehr unterschiedlich. Die eine war weiß, so, wie man sich diese Statuen eben vorstellt, die andere dagegen war bronzefarben und hatte lebendigere Gesichtszüge, da die Lippen rot waren und sogar Glasaugen eingesetzt waren. Wir sollten uns überlegen, welche der Statuen wir schöner finden und der größte Teil unserer Gruppe entschied sich für die, für uns bekanntere, leblose Form, da man sich von der Kunst distanzieren können sollte.

Bei der nächsten Statue, einen Raum weiter war dies nicht mehr gegeben, im Gegenteil, man erwartete von ihr, dass sie sich gleich zu bewegen beginnt. Es war eine nackte Frau, aber so, als wäre sie ein realer Mensch. Sie hatte Makel, wie sie jede Frau hat und, wie unser Guide auch erklärte, man traute sich gar nicht, sie genauer zu betrachten, weil man das bei einem lebendigen Menschen auch nicht täte.

Es folgten noch einige mehr oder weniger realistische Skulpturen, von welchen wir die Bedeutung, die Wirkung und die verwendeten Techniken besprachen.

Wahrscheinlich am faszinierendsten war jedoch die Skulptur, welche auch in unserer Klausur dargestellt war.

Der Künstler Sam Jinks hatte sich selbst mit seinem verstorbenen Vater im Arm dargestellt, also eine Art Pieta, nur eben anders herum.

Schon in der Klausur, auf einem Foto sah diese Skulptur schon sehr realistisch aus, jedoch wirkte es, wenn man davor stand, noch um einiges echter. Dadurch, dass alles so real erschien, fühlte man sich direkt betroffen und miteinbezogen. Wir sollten darüber diskutieren, ob wir das, also die Realität als Statue dargestellt, noch Kunst nennen könnten. Unser Guide meinte, genau das wäre, was Kunst bewirken soll, dass man diskutiert und sich seine Meinung zu den Kunstwerken bildet und sich nicht einfach vorgeben lässt, was Kunst ist und was nicht.

Alles in allem war diese Ausstellung interessanter als wir gedacht hätten und es war erstaunlich, was Künstler alles darstellen können und auch wie sie das tun.

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