Herderschule geht eigene Wege bei der Schulverpflegung

Anlässlich der Inbetriebnahme von zwei hochmodernen neuen Multifunktionskochgeräten für die Küche der Mensa in der Herderschule, erläutert Küchenchefin Ute Cieslar sichtlich beeindruckt die neuen und vielfältigen Möglichkeiten dieser Geräte für die Herstellung von täglich frisch gekochtem Mittagessen. Diese wurden vom Schulträger in der Herderschule zum Jahreswechsel installiert, nachdem die Kapazitätsgrenze von 100 Essen pro Tag im vergangenen Jahr überschritten war. Die Kosten für diese Geräte betrugen 32.000 EUR. Damit sei die Herderschule jetzt in der Lage, in den nächsten Jahren der steigenden Nachfrage nach Mittagessen und Schulverpflegung gerecht zu werden und bis zu 300 Mittagessen am Tag herzustellen.

Davon überzeugte sich bei einem Ortstermin unter Einhaltung der Corona Abstandsregeln die Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser. Schulleiter Stefan Tross und Gesundheitsbeauftragte Lehrerin, Anke von Gallera, berichteten, dass die Herderschule seit dem letzten Catererwechsel in 2017 die Zügel in Kiosk und Mensa selbst in die Hände genommen hat. Mit großer Unterstützung des Fördervereins und des Schulelternbeirats gelingt es nun, den Schüler*innen täglich gesundes und frisch zubereitetes Essen anzubieten. Zudem wird das Essen sehr gut von der gesamten Schulgemeinde angenommen und erfreut sich großer Beliebtheit. Und das, obwohl Zucker in Form von Süßigkeiten und Süßgetränken weitestgehend aus dem Angebot genommen wurden.

Nach der hoffentlich baldigen Rückkehr aller Schülerinnen und Schüler in die Schule, wird das nächste Ziel angesteuert – die Lebensmittel weitestgehend aus regionaler Produktion zu beschaffen und den Einsatz von Bio Lebensmitteln auf 20-30% zu erhöhen. Vor dem Hintergrund der Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsziele der Universitätsstadt Gießen begrüßte Astrid Eibelshäuser, dass vegetarische Menüs einen hohen Stellenwert haben und dass in der Schule nur Mehrweggeschirr eingesetzt wird. Dies hätten – so Anke von Gallera – die Schülerinnen und Schüler selbst angeregt. Auf Grund der Nähe zwischen Küchenteam und Kund*innen würden so gut wie keine Lebensmittelreste am Ende des Tages vernichtet. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit beim Küchenteam ihre Lieblingsmenüs zu bestellen und direkte Rückmeldungen zu geben.

Von diesem Angebot profitiert erfreulicherweise auch die benachbarte Alexander-von-Humboldt Schule. Das Küchenteam aus der Herderschule beliefert und betreibt den dortigen Kiosk und liefert teilweise auch warmes Mittagessen an die benachbarte viel kleinere Schule.

Die Schuldezernentin würdigte abschließend dieses hohe Engagement aller Beteiligten an der Herderschule. Eine Schulmensa, in der es allen schmeckt und die zudem noch für gesundes Essen unter Nachhaltigkeitsaspekten sorgt, sei eine große Herausforderung, die hier offensichtlich gut gelinge.

„Blick hinter die Theke“: das Mensateam – von rechts nach links – Küchenleiterin Ute Cieslar und Franziska Minetti

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen