Geschenkpakete aus Gießen – Weihnachten im Schuhkarton an der Herderschule

Wenn die ersten Spekulatius in den Supermärkten verkauft werden, wird es auch an der Herderschule in Gießen weihnachtlich, zumindest erstmal für zwei Wochen. „Seit Anfang November werden an unserer Schule fleißig Päckchen für Weihnachten im Schuhkarton gepackt. Viele Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgängen sind voller Enthusiasmus dabei“, berichtet Cornelia Stoy, die diese Aktion als Lehrerin an dem Gymnasium organisierte. Neben vielen Nützlichem wie Kleidung, Kosmetika, Hygieneartikeln, Stiften und Bastelmaterial wählten die Kinder und Jugendlichen aber auch Spielzeuge und Plüschtiere für ihre liebevoll beklebten und dekorierten Schuhkartons und wurden dabei überaus kreativ.

Tom aus der 6. Klasse war es wichtig, „einen Minifußball einzupacken, damit die Kinder auch zusammen spielen können und nicht nur alleine.“

Oder sein Klassenkamerad Tim, der ein Piratenkostüm aussuchte, „damit die Kinder sich verkleiden und damit spielen können.“

Franziska Sohl, Klassenlehrerin in der Mittelstufe „war begeistert, wie liebevoll und selbstlos die Schülerinnen und Schüler Spielsachen verpackten, kreativ eigenes Geschenkpapier gestalteten oder kleine Briefe auf Englisch verfassten.“ Sie beobachtete darüber hinaus, „dass die Stimmung beim Packen echt mitreißend [war], sodass einige Kinder sogar mehrere Kartons packten.“

Etwas Besonderes hatte sich die 6c mit ihrer Klassenlehrerin Franziska Platt ausgedacht: Nachdem sie über die Homepage des Veranstalters Samaritan’s Purse erfahren hatten, dass 10-14jährige Jungen im Allgemeinen am wenigsten Geschenke bekommen, packte die gesamte Klasse gezielt für diese Zielgruppe. „Es war ganz offensichtlich“, so Platt, “dass anderen eine Freude zu bereiten, den Kindern selbst die größte Freude bereitet hat.“

Schon oft Päckchen für „Weihnachten im Schuhkarton“ gepackt hat Marie, ebenfalls eine Sechsklässlerin. „Aber jetzt war es das erste Mal, dass wir es in der Schule machen.“ Ihr ist es wichtig, den Beschenkten das Gefühl zu vermitteln, dass auch sie etwas Besonderes sind.

Marie-Ella aus der 6. Klasse hat bei der Aktion mitgemacht, da sie es schön findet, wenn auch Kinder in ärmeren Familien ein Weihnachtsgeschenk bekommen. „So wie wir auch. Zudem ist es ein wirklich tolles Projekt.“

Auch Philine ist es ein Herzensanliegen, dass jedes Kind zum Weihnachtsfest zumindest ein kleines Geschenk bekommt. “Dafür habe ich gerne einen kleinen Teil von meinem Taschengeld ausgegeben.“

Soviel soziales Engagement will auch der Förderverein der Herderschule honorieren, indem er eine Summe in vierstelliger Höhe für die Deckung der anfallenden Kosten wie den Transport, Verpackungsmaterial  und Ähnlichem zur Verfügung stellt. Vorsitzender des Fördervereins, Harald Wack: „Der Förderverein unterstützt gerne diese Aktion, in der unsere Kinder gemeinschaftlich und solidarisch Kindern in Not eine Freude bereiten.“

Dieses Jahr gehen die Pakete nach Osteuropa.

Cornelia Stoy

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