Gefühlschaos in der Herderschule

Stühle der Gefühle, List, Tücke & Du und Es fing mit einem Fahrrad an waren nur einige Titel der fünfzehn Szenen, welche die Darstellendes-Spiel Kurse der Herderschule zum Thema „Gefühlswelten“ entwickelten und einem interessierten Publikum präsentierten.

Unter dem Motto „Kultur im Container“ zeigten am Freitag, den 17.Juni, ca. 80 Schüler ihre ganz eigenen Interpretationen der Gefühlswelten. Dazu bewiesen vier unterschiedliche DS-Oberstufenkurse unter der Leitung von Veronica Lopez, Philippe Mund und Johannes Merz, dass an der Herderschule das Fach Darstellendes Spiel Schüler fördert, kreativ mit Raum, Körper und Sprache zu arbeiten. So interpretierten beispielsweise bei der Szene Ohne Dich die DS-Schüler von Frau Lopez der Jahrgangsstufe 11 das entsprechende Lied von Selig, indem sie mittels des Overheadprojektors das Gesungene abstrakt darstellten. Dabei wurde u.a. mit Wasser, Sand, Schnüren und den Schatten der Schüler eine eigene Welt an die Wand projiziert, die zwei Schülerinnen mit ihrem Gesang einfühlsam untermalten.

In Choclate-Desaster unter der Leitung von Herr Mund ging es um die Gefühle von Schokoriegeln, ein Thema, über das sich bis dahin wohl kaum jemand Gedanken gemacht haben dürfte. So wurde die ewige Feindschaft zwischen Raider und Twix ebenso herausgearbeitet wie die Liebe zwischen Duplo und Kinderriegel, allerdings mit dramatischem Ausgang.

Einen anderen Ansatz zeigte die Szene Pahtar ät filii Sankdi, bei der Schüler der Stufe 11 von Herr Merz vor einer mittelalterlichen Kulisse das Unwesen einer bösen Hexe zeigten.

In den Pausen konnten die Zuschauer sich bei Speise und Trank stärken; gleichzeitig sorgten Flamenco-Tänzer für stimmige Unterhaltung.

Die 150 Zuschauer waren begeistert von den völlig verschiedenen Ansätzen zu einem Thema zu arbeiten und von der Art und Weise wie der Theaterabend insgesamt umgesetzt wurde. Unter der Leitung der DS-Lehrer entstand die Idee, kurze Szenen zu zeigen und den Zuschauern so einen individuell zusammengestellten Theater-Rundgang zu ermöglichen. Schließlich wurde im gesamten Obergeschoss des Oberstufencontainers in einzelnen Klassenräumen Szenen zu einer bestimmten Uhrzeit gezeigt, sodass der Zuschauer sich mit Hilfe eines Aufführungsplans seinen eigenen Theaterabend zusammenstellen konnte. Die Herderschule bewies auch in diesem Jahr, dass das Fach Darstellendes Spiel an der Schule etabliert ist und dass mit der vermeintlichen Notsituation der Container auch kreativ umgegangen werden kann, indem aus der Not auf kreative Weise eine Gunst gemacht wurde. In den kommenden Jahren soll dieser Ansatz ausgebaut und weitere Fachbereiche wie Kunst und Musik integriert werden.

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