Bericht zur Lateinexkursion vom 3.Juli 2015

Am 3.Juli 2015 haben wir uns, die Lateinschülerinnen und -schüler der Stufe 8, zusammen mit Frau Brücher, Herrn Kokoschinsky und Fr. Wallner gemeinsam auf eine Tagesexkursion nach Aschaffenburg begeben, um das dortige Pompejanum zu besichtigen.

Treffpunkt war um 9:00 Uhr am Gießener Bahnhof.

Nach c.a. 1,5 h Zugfahrt sind wir endlich in Aschaffenburg angekommen. Zuerst einmal mussten wir einen Fußmarsch zum Pompejanum zurücklegen, welches sich im Schlossgarten am Hochufer des Mains befindet. Da es ein sehr heißer Tag war, waren wir alle sehr froh, dass die Führung in dem angenehm kühlen Inneren des Pompejanum stattgefunden hat. Wir erhielten eine äußerst interessante Themenführung über das Leben der römischen Familie Nigidius. Zuerst erfuhren wir, dass das Pompejanum, eine im 19. Jahrhundert rekonstruierte dreistöckige Römervilla ist, die ihr Vorbild in einem Landhaus in Pompeji hat. Danach hat uns unsere Führungskraft zwei Statuen gezeigt, die einmal den Pater familias und die Herrin des Hauses (Domina) darstellen sollten. Im Anschluss daran wurde uns eine Küche im römischen Stil vorgestellt und erklärt, womit und was gekocht wurde. Uns wurde viel Küchenzubehör wie z.B. Tonteller oder Töpfe aus der damaligen Zeit gezeigt und zudem durften wir an verschiedenen Soßen riechen und mussten daraufhin erraten, welche Zutaten sich darin befinden. Überraschenderweise wurde uns gesagt, dass geräucherter Fisch eine Hauptzutat dieser Soße war, die die Römer damals fast auf jedem Gericht verspeisten. Nach der Führung durch die Küche wurde uns das Esszimmer (lat. triclinium) gezeigt. Dort haben wir erfahren, dass man früher im Liegen gegessen hat. Als Vorspeise gab es meist Suppe und gefüllte Eier, dazu gab es Brot oder Brötchen. Als Hauptspeise folgten Fisch- und Fleischgerichte. Zum Nachtisch gab es (meist) mit Honig bestrichene Süßigkeiten.

Zudem befand sich früher in der Küche ein sogenannter „Locus“ (Klo).

Nachdem wir einen Großteil der Führung hinter uns hatten, durften sich einige unserer Mitschüler, einmal als Hausherr bzw. pater familias und einmal als Sklaven verkleiden. Dabei mussten die Sklaven spielenden Schüler den Hausherren ankleiden, wie es damals üblich war. Die Sklaven trugen beide eine kurze Tunika, während der Hausherr eine lange Tunika und eine Toga trug.

Dabei wurde allen noch einmal geschildert, mit welcher Technik die Sklaven damals ihre Hausherren ankleiden mussten.

Zum Ende der Führung durften wir nochmal alleine in das höchste Stockwerk, um dort weitere römische Ausstellungsstücke zu besichtigen, darunter z.B. alte Münzen, Schmuckstücke…etc.

Außerdem gab es dort eine Wand, die voller Gemälde von Göttern und sonstigen Charakteren der römischen Antike war, sodass wir auch noch etwas über die römische Antike erfuhren.

Nach unserem erfolgreichen Besuch im Pompejanum sind wir am Schloss Johannisburg vorbeigelaufen, um an unseren Treffpunkt im Schlossgarten zu gelangen, von wo aus wir uns dann noch alleine in Kleingruppen durch die Innenstadt Aschaffenburgs bewegen durften.

Um 14.43 Uhr haben wir dann Rückweg zum Bahnhof angetreten. Nach 1,5h Zugfahrt sind wir wieder am Gießener Bahnhof angekommen, von wo aus wir alle nach Hause gefahren sind.

Der Ausflug nach Aschaffenburg war alles in allem sehr gelungen. Wir hatten sehr viel Spaß und haben viel über das Leben einer antiken römischen Familie gelernt.

Vielen Dank an die Lehrer, die uns diesen schönen Ausflug ermöglicht haben!

Tara Kiani & Nane Klein

10.11.2015

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