Austausch nach Annecy

Am Dienstag, den 17. Mai 2016, begann für 15 Herderschüler der 7. bis 11. Jahrgangsstufe und die zwei betreuenden Lehrkräften Herrn Krawczyk und Frau Kümmel die Reise in die französische Stadt Annecy, für die man — wie unser Busfahrer so schön formulierte — wirklich viel “Sitzfleisch” brauchte.

Abends kamen wir um 18 Uhr endlich in der Schule Collège des Balmettes an und es wurde uns schon zu diesem Zeitpunkt klar, dass sich die weite Fahrt wirklich gelohnt hatte. Nachdem jeder seinen Austauschpartner gefunden hatte, stellte uns die französische Deutschlehrerin bei einem Buffet das Programm vor. Den Rest des Abends verbrachten wir mit unseren Gastfamilien, von denen einige direkt in der Stadt und andere weiter außerhalb wohnten.

Am nächsten Morgen trafen wir uns bei schönem Wetter in der Schule, manche waren vorher schon im Unterricht gewesen. Dann brachen wir zum wunderschönen See Lac d’Annecy auf, der außerdem von Hügeln und Bergen umgeben ist. Einige Schüler saßen am Ufer oder gingen spazieren, andere fuhren mit einem Tretboot, von dem man einen noch beeindruckenderen Blick auf den See hatte. Nachmittags machten wir gemeinsam mit den Franzosen eine Fotorallye durch die Stadt, für die wir uns in Gruppen aufteilten Jede Gruppe musste unterschiedliche Aufgaben lösen, zum Beispiel musste eine Gruppe vor dem örtlichen Kino ein Foto machen, auf dem alle wie Superhelden posierten.

Mittwochmorgens bekamen wir eine kleine Einführung in die Erstellung von Animationsfilmen und aßen anschließend alle gemeinsam zu Mittag. Danach machten wir uns auf den Weg zur Klamm Gorges du Fier. Ein Teil des Weges mussten wir zu Fuß zurücklegen und liefen bei strömendem Regen eine Stunde lang durch den Wald, dessen Boden dann nur noch Schlamm war. Wie wir hinterher aussahen, kann man sich wahrscheinlich vorstellen und auch, dass viele hingefallen sind, wird keinen wundern… Die Laune aller Beteiligten stieg aber wieder, als der Regen aufhörte und wir in der Klamm ankamen und dort das reißende Wasser oder in die Felsen geschliffene Gesichter bewundern konnten.

Das Wetter am nächsten Tag stellte dann einen völligen Kontrast dar, denn es war sehr warm und die Sonne schien, perfekt für unser Programm. Wir liehen uns Fahrräder und fuhren alle gemeinsam am Seeufer entlang. Unterwegs machten wir längere Pausen, um zu picknicken und uns auszuruhen. Einige trauten sich auch, im 13°C warmen See zu baden.

Auch am Samstag war es sehr heiß, was eine gute Voraussetzung für unseren Ausflug nach Lyon war. Zunächst liefen wir als Gruppe ein bisschen herum und bekamen anschließend eine interessante, wenngleich auch etwas lange Stadtführung, bei der wir innerhalb von fast zwei Stunden Einiges über die Altstadt von Lyon erfuhren. Zum Schluss durften wir uns in Kleingruppen noch selbst in der Stadt beschäftigen.

Unser letzter richtiger Tag war der Sonntag. Sonntags gibt es in Annecy einen großen Markt und unsere Aufgabe war es, uns dort in Gruppen mit den Lebensmitteln einzudecken, die wir für ein großes Picknick am See benötigten. Natürlich durften wir auch andere Sachen kaufen, viele besorgten zum Beispiel noch Mitbringsel. Nachmittags hatten wir etwas freie Zeit und danach machten wir eine tolle Bootstour über den ganzen See.

Am 23. Mai stand dann leider schon unsere Abreise an, bei der auch die ein oder andere Träne vergossen wurde.

Insgesamt war es wirklich toll, da man zum einen sein Französisch verbessern und zum anderen eine wunderschöne Region kennenlernen konnte.

Leider ist aus verschiedenen Gründen noch nicht klar, ob der Austausch noch einmal stattfinden kann. Hoffen wir, dass es so sein wird!

Lena Gaidies

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